EU-Förderungen wirken! - Wie wirken EU-Förderungen?

Evaluierung der makro-ökonomischen Effekte der Tourismus-Förderungen in Lutzmannsburg/Frankenau

Erstmals (Okt. 2007) wurden in Österreich die (Aus-)Wirkungen der EU-Förderungen wissenschaftlich untersucht. Die im Auftrag der Regionalmanagement Burgenland GmbH erstellte Studie zum Thema „Makro-ökonomische Effekte der Tourismus-Förderungen in Lutzmannsburg/Frankenau“ zeigt, wie Förderungen volkswirtschaftlich „greifen“.

Die Förderung der Sonnentherme Lutzmannsburg/Frankenau und die damit zusammenhängende Tourismusinfrastruktur kann als Erfolgsstory bezeichnet werden.

Der volkswirtschaftliche Nutzen ist bereits nach elf Jahren doppelt so hoch wie der Förderungs-Input.

Einem Förderungsvolumen von € 29 Mio. stehen volkswirtschaftliche Effekte von € 59 Mio. gegenüber. Basis dieses positiven Saldos war die Schaffung von 288 neuen Arbeitsplätzen für die Jahre 1996 - 2006. Davon entfallen 165 Arbeitsplätze auf die FördernehmerInnen, 123 Arbeitsplätze wurden indirekt im Einzelhandel, der Gastronomie oder den persönlichen Dienstleistungen bzw. bei LieferantInnen der FördernehmerInnen in der Region geschaffen.

Vier geförderte Arbeitsplätze bringen automatisch drei zusätzliche Arbeitsplätze in der Region. Die Kommunalsteuereinnahmen belaufen sich für den Untersuchungszeitraum auf rd. € 2 Mio.. Dazu kommen Lohn- und Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer und Sozialabgaben in der Höhe von € 43 Mio. sowie Entlastungen der Budgets des Arbeitsmarktservice und der Krankenversicherung in der Größenordnung von € 9 Mio.. Die Mehrwertsteuer aus der zusätzlichen Kaufkraft der Beschäftigten liegt bei € 5 Mio.. Diese Bilanz wird sich laut Studienautor Mag. Andreas Kreutzer (GF, KREUTZER FISCHER & PARTNER) jährlich verbessern.

Bis 2020 rechnet Andreas Kreutzer von KREUTZER FISCHER & PARTNER bei den bisherigen FördernehmerInnen mit einem zusätzlichen Umsatz von knapp € 400 Mio.. Das derzeitige Beschäftigungsniveau von alleine rd. 360 Arbeitsplätzen bei den FördernehmerInnen könnte um etwa weitere 40 Arbeitsplätze aufgestockt werden. Dazu kommen die indirekten Arbeitsplätze in einer Größenordnung von weiteren 300 Beschäftigten.

Auch unter Berücksichtigung von weiteren kleineren Förderungen im Rahmen des Phasing Out-Programms dürfte bis 2020 der volkswirtschaftliche Output bei zusätzlich € 200 Mio. liegen. Die Evaluierung zeigt deutlich auf, dass die Förderung von Leitbetrieben bzw. Cluster-Konzepten der Förderung von Mikro-Unternehmen der Vorzug zu geben ist, da dort in Relation zur eingesetzten Förderungssumme insgesamt, also direkt und indirekt mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Die Analyse finden Sie hier: Analyse KREUTZER FISCHER & PARTNER 2007 (pdf 230KB)

Bereits im Jahr 2005 wurde in einer Studie ebenfalls von KREUTZER FISCHER & PARTNER die Umwegrentabilität (direkte und indirekte Auswirkungen) der Ziel 1 Förderung erhoben und anhand der Unternehmen Mareto, Lenzing-Lyocell und des Thermen- und Golfresorts Stegersbach anschaulich dargestellt.

Mag. Sonja Seiser

Mag. Sonja Seiser

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