Einführung
Innovation wurde in wegweisenden EU-Dokumenten seit dem Jahr 2000 immer wieder als einer der Hauptschwerpunkte herausgestellt. Innovation ist jedoch mehr als nur ein Modewort. Innovation ist der Motor, der Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung in der EU voranbringt. Diese Faktoren werden für Europa von essentieller Bedeutung sein, wenn es sein soziales System beibehalten und gleichzeitig seinen BürgerInnen Perspektiven bieten und seine Stellung in der Welt halten will.
Während einige Regionen, in den nordischen Ländern, Deutschland, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich einen Vergleich mit den Vereinigten Staaten im Bereich Forschungs- und Entwicklungsausgaben (F&E) nicht scheuen müssen, bietet die EU als Ganzes ein ernüchternderes Bild. Zwei Drittel der Forschungsausgaben konzentrieren sich auf drei Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich), 25 % aller Forschungsausgaben im Jahr 2002 verteilten sich auf nur neun Regionen in der EU. Bei den durchschnittlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegt die EU gegenüber ihren direkten Konkurrenten zurück. Nur 21 der 268 Regionen in der EU erfüllen die Zielsetzung der Lissabon-Strategie, d.h. 3 % ihres BIP für F&E auszugeben. Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, forderte die EU auf, ‘einen Gang höher zu schalten'. Dies genau tut die Regionalpolitik der EU. Innovation ist eine der Top-Prioritäten innerhalb der Regionalpolitik und ist nun in ihren strategischen Gesamtansatz integriert worden. Weit mehr Mittel als in der vorangegangenen Programmperiode werden nun für Innovation bereitgestellt. Ein neues Instrument, ‚Regionen für den wirtschaftlichen Wandel', soll hierbei helfen, Innovationen aus Pilotprojekten in etablierte Programme, die den Großteil der Regionalfondsmittel der EU bekommen, zu übernehmen.
Innovation entscheidet über die Zukunft
“Die EU investiert weniger in Forschung und Innovation als ihre direkten Konkurrenten. Den aktuellen statistischen Daten zufolge, machen die gesamten Forschungsausgaben der EU 1,96 % des BIP aus, während die Vereinigten Staaten hierfür 2,59 % aufwenden, Japan 3,12 % und Korea 2,91 %. Wenn Europa nicht innovativer wird, wird es sein Ziel, der dynamischste und wettbewerbsfähigste Wirtschaftsraum der Welt zu werden, nicht erreichen.“ “Im Zeitraum 2007-2013 will die Regionalpolitik der EU mit Hilfe der Strukturfonds die Investitionen in Forschung und Innovation steigern und verbessern und gleichzeitig Synergieeffekte mit anderen EU-Maßnahmen und Instrumenten erzeugen. Finanzielle Mittel werden auf die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen konzentriert. Sie sollen die Entwicklung regionaler und überregionaler Cluster unterstützen und sich dabei insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen konzentrieren. Sie sollen außerdem Forschungskapazitäten aufbauen, vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, der Forschungsinfrastruktur und des Humankapitals.“
Danuta Hübner, EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Juni 2006

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen, drückte es während der ersten jährlichen Konferenz der
Die Kohäsionspolitik ist eines der Hauptwerkzeuge der EU zur Förderung von Innovation. Sie tut dies hauptsächlich auf zweierlei Art und Weise: Erstens kofinanziert sie Investitionen in Milliardenhöhe über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Kohäsionsfonds. Der Großteil der Mittel geht an innovative Maßnahmen (in Einklang mit den in den Strategischen Gemeinschaftsleitlinien festgelegten Prioritäten). Zweitens trägt sie zur Entwicklung eines regionalpolitischen Systems bei, das auf strategischer Entwicklung, Partnerschaft, Programmentwicklung, Überprüfung und Bewertung basiert. Es spornt die Regionen an, im Bereich Innovation strategischer zu denken und von den von anderen Regionen entwickelten vorbildlichen Verfahren zu lernen.