Einführung
JESSICA steht für ‘Joint European Support for Sustainable Investment in City Areas'. Es ist die dritte der Initiativen (nach JASPERS und JEREMIE), die die Kommission gemeinsam mit Finanzinstitutionen für die Programmperiode 2007-2013 unternommen hat. JESSICA ist ein gemeinsames Projekt von Europäischer Kommission, Europäischer Investitionsbank (EIB) und Entwicklungsbank des Europarats (Council of Europe Development Bank - CEB). JESSICA soll in Europas Stadtgebieten nachhaltige Investitionen sowie Wachstum und Arbeit fördern.
80 % der EU-Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten. Obwohl diese Gebiete der Motor des Wirtschaftswachstums sind, haben sie mit speziellen Problemen wie hoher Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung zu kämpfen. In den letzten Jahren ist vermehrt die Forderung laut geworden, dass sich die Regionalpolitik mehr auf städtische Gebiete konzentrieren sollte. Dies wurde auch von der Kommission in ihrem Entwurf für die Strategischen Leitlinien der Gemeinschaft im Jahr 2005 festgestellt. In einem Bericht mit dem Titel „Die städtische Dimension im Kontext der Erweiterung" forderte das Europäische Parlament im September 2005 die Kommission ebenfalls auf, „ihre Aktionen für städtische Ballungsgebiete zu verstärken". Die Vereinbarung von Bristol, die zwischen den EU-MinisterInnen im Dezember 2005 getroffen wurde, legt die Prinzipien für eine gemeinsame städtische EU-Politik fest und spiegelt den Konsens wider, der sowohl in Bezug auf die Notwendigkeit einer verstärkten städtischen Erneuerung als auch in Hinsicht auf die gesteigerte Zuführung von Investitionsmitteln für diesen Zweck besteht. JESSICA ist Teil der Antwort, mit der die Kommission den Forderungen nach einer ‚städtischen Dimension' entgegenkommt. Ziel ist, die Investitionen in städtische Gebiete mit Hilfe innovativer Finanzwerkzeuge zu verstärken und zu beschleunigen.
EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Danuta Hübner, über JESSICA:
"Ziel von JESSICA ist es, mit einer Kombination aus Beihilfen und Darlehen Lösungen für die Finanzierung von Stadterneuerungs- und -entwicklungsprojekten zu liefern."Rede vor dem Ausschuss der Regionen, 26. April 2006
